
Münchendorfer Musiksalon
15. November @ 19:30
Cantando Admont
Zeit & Ort
15. Nov. 2026, 19:30
Münchendorfer Musiksalon, Himbergerstraße 4, 2482 Münchendorf, Österreich
Über die Veranstaltung
Friederike Kühl Sopran
Hannah Dienes-Williams Sopran
Elina Viluma-Helling Sopran
Filippa Möres Busch Alt
Johanna Zachhuber Alt
Cornelia Sonnleithner Alt
Cordula Bürgi musikalische Leitung
Angela da Ponte – Neues Werk (2026), österreichische Erstaufführung
Anna Sowa – Neues Werk (2026), österreichische Erstaufführung
Beat Furrer – a sei voci (2017) für 6 Frauenstimmen
Luigi Nono – … donde estás hermano? (1981) für 4 Frauenstimmen
Claudio Monteverdi – Canzonette a tre voci (1584) für 3 Frauenstimmen
Georges Aperghis – Recitation No. 1 (1977)
Weitere Werke tba.
Dieses Programm ist ausschließlich den Frauenstimmen gewidmet und untersucht ihre spezifische klangliche Präsenz zwischen Verschmelzung, Ritual und politischem Gedenken. In Litanie (1975) von Giacinto Scelsi bewegen sich zwei Stimmen über weite Strecken extrem nah beieinander. Nur selten weichen ihre Töne voneinander ab; es entsteht ein schwebendes Unisono voller Interferenzen, Obertöne und feiner Schwebungen – jene magischen Klangfarben, für die Scelsis Musik berühmt ist. A sei voci (2017) von Beat Furrer entfaltet ein dichtes Geflecht aus sechs Frauenstimmen. Ausgangspunkt ist der von Monteverdi selbst nicht vertonte Coro delle Baccanti von Alessandro Striggio aus dem Libretto zu L’Orfeo. Furrer übersetzt diesen ekstatischen Chor in eine Musik von hoher klanglicher Spannung, in denen die Baccanti dem Titelhelden der Oper zusetzen und nachjagen. Mit … donde estás hermano? (1981) setzt Luigi Nono ein kurzes, musikalisch wie politisch zutiefst berührendes Zeichen. Das Werk entstand als Mahnung an die während der Militärdiktatur in Argentinien „Verschwundenen“ und insbesondere an die rund hundert Künstler:innen, deren Schicksal ungeklärt blieb. Ergänzt wird das Programm durch ein neues Werk einer jungen Komponistin, das sich ebenfalls dem spezifischen Klang von Frauenstimmen widmet und ihn aus heutiger Perspektive weiterdenkt. So entsteht ein vielschichtiges Panorama weiblicher Vokalität.